Kongress der LAG-Soziokultur NRW

Kultur der gegenwart und was sie kostet
bild Kongress der Landesarbeitsgemeinschaft Soziokultureller Zentren in NRW: Kultur der Gegenwart – und was sie kostet!

Donnerstag, 22. Februar im Bahnhof Langendreer
10-19 Uhr

Ort: Bahnhof Langendreer, Wallbaumweg 108, 44894 Bochum

http://kongress.soziokultur-nrw.de

• Vertreter*innen aus Soziokultur und freier Szene diskutieren mit der nordrheinwestfälischenMinisterin für Kultur und Wissenschaft sowie spartenübergreifenden Expert(inn)en über Wert und Kosten von Kultur und derer Praxis.

• Der Kongress beleuchtet die finanzielle und künstlerische „Verfassung der Soziokultur“ in NRW, formuliert Forderungen an Akteure, Politik sowie andere betroffene Adressatenkreise zusammen und zeigt daran mögliche
Handlungsstrategien in Stadt und Land auf.

• Hintergrund: Soziokulturelle Zentren in NRW werden weder vom Land noch vom Bund institutionell gefördert. Zusätzlich sehen sie sich in ihrer Kommune jedes Jahr aufs Neue einer unsicheren Haushaltslage gegenüber, aus deren
Kassen der Großteil der staatlichen Zuschüsse für die Soziokultur stammt.

Konzerte veranstalten, mit Menschen arbeiten, Spaß haben, zumindest ein bisschen die Welt verbessern, große Kunst erleben, interessante Leute kennenlernen, die Stadt
lebenswert machen – das alles und noch viel mehr ist Soziokultur. Kurz gesagt: Viel ermöglichen, viel arbeiten … aber zu wenig verdienen und zu wenig Wertschätzung.

Das gilt auch für viele der dort auftretenden Künstler*innen. Doch wie können soziokulturelle Zentren ein Programm finanzieren, das die eigenen Maßstäbe für Qualität und Gerechtigkeit ebenso erfüllt wie die der Protagonist*innen auf der Bühne?
Was sollen die Standards für Leistung und Einsatz für die Mitarbeiter*innen einer soziokulturellen Einrichtung und Initiative sein?
Würde mehr öffentliche Förderung im Gegenzug zu mehr künstlerischer und kultureller und konzeptioneller Qualität führen?

…und wie können Zentren und freie Gruppen ihre berechtigten Interessen in der Stadt, auf regionaler und auch auf Landesebene besser zur Geltung bringen? Was können die immer zahlreicheren Bündnisse freier Kulturschaffender auf kommunaler, regionaler und Landesebene bewirken?

Antworten auf diese Fragen und kontroverse Diskussionen werden in 3 stattfindenden Themenrauten erwartet:

#1 Die selbstausbeutende Traumjobmaschine – Was ist "Gutes Arbeiten" in der Soziokultur?
#2 Gute Gage oder Almosen: Was ist uns die Kunst wert?
#3 Vom Fordern zum Handeln – Durchsetzungsstrategien der Soziokultur in Stadt und Land!

Im Anschluss: Podiumsdiskussion im Rahmen von WDR3 Forum
Im Gespräch:
- Isabel Pfeiffer-Poensgen, Ministerin für Kultur und Wissenschaft NRW
- Wenke Seidel, Vorsitzende der LAG NW und Geschäftsführerin vom Bollwerk 107 in Moers
- Angelika Niescier, Musikerin aus Köln
- Jörg Stüdemann, Stadtdirektor / Stadtkämmerer und Beigeordneter für Kultur, Sport und Freizeit der Stadt Dortmund sowie Vorsitzender vom Fachausschuss Kultur des Städtetags NRW
- Moderation: Peter Grabowski (der kulturpolitische Reporter)

Teilnehmende Expert(inn)en: Barbara Welzel, Kunst- und Kulturwissenschaftlerin Dortmund // Dr. ChristophNiessen, Vorstandsvorsitzender Landessportbund NRW // Prof. Dieter Gorny, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Initiative Musik gGmbH, Geschäftsführender Direktor des European Centre for Creative Economy (ECCE) // Christophe Knoch, Allianz der freien Künste Berlin // Prof. Christian Höppner, Präsident des Deutschen Kulturrats und Generalsekretär des Deutschen Musikrats // Mechthild Eickhoff, Leitung UZWEI_Kulturelle Bildung im Dortmunder U // Andreas Kornacki, Kaufmännischer Leiter Kampnagel Hamburg // Wenke Seidel, Vorsitzende der LAG NW und Geschäftsführerin vom Bollwerk 107 in Moers // Jochen Molck, Geschäftsführer zakk Düsseldorf Johannes Schmidt, Utopiastadt Wuppertal // Christine Brinkmann, Programm Wort & Bühne / Politik & Gesellschaft, zakk Düsseldorf // Ursula Theißen, Geschäftsführerin Frauenkulturbüro NRW

Downloads:
Programmbroschüre: http://kongress.soziokultur-nrw.de/wp-content/uploads/2018/01/Flyer_A6_Kongress.pdf
Fotos: Isabel Pfeiffer-Poensgen: https://www.mkw.nrw/ministerium/ministerin-isabel-pfeiffer-poensgen/bilder/ (Link zum Ministerium für Kultur und Wissenschaft NRW)
Der Kongress im Web: http://kongress.soziokultur-nrw.de

Pressekontakt:
Landesarbeitsgemeinschaft Soziokultureller Zentren in Nordrhein Westfalen (LAG NW) e.V.
Achtermannstr. 10-12
48143 Münster
tel 0251 – 518475
www.soziokultur-nrw.de
Johannes Brackmann, 06.02.18