11.11.18   15:00 Uhr

Aus der Geschichte lernen: Über das Verhältnis der Mehrheitsgesellschaft zur jüdischen Minderheit

BildIn der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 – die
auch (Reichs-)Kristallnacht oder Reichspogromnacht genannt
wird – wüteten vom nationalsozialistischen Regime
organisierte und gelenkte Gewaltmaßnahmen gegen Juden
im gesamten damaligen Deutschen Reich. Drei Jahre später
mündete die Verfolgung und Diskriminierung der Juden in
den Holocaust.

Der Literaturkurs 13 der Frida-Levy-Gesamtschule
Essen spielt ausgewählte Szenen aus dem Stück ›Andorra‹
von Max Frisch, um die fatalen Folgen des Antisemitismus
grundsätzlich und in seiner Aktualität aufzuzeigen. Vor
diesem literarischen Hintergrund werfen wir anhand von
historischen Quellen Schlaglichter auf die Geschichte des
Zusammenlebens von Christen und Juden in der ehemaligen
selbstständigen Kleinstadt Steele, heute ein Stadtteil der
Großstadt Essen. Die Veranstaltung spannt den Bogen von
der Ausstellung eines Geleitbriefes für den Juden Isack im
Jahre 1491 bis zum Tragen des gelben Sterns und bis zur
Vertreibung und Ermordung der letzten Juden aus Steele in
den Jahren 1941 bis 1943.

Die authentischen Materialien werden teils gelesen,
teils durch den Literaturkurs szenisch dargestellt, u.a. das
Verhör eines verhafteten jüdischen Mannes aus Steele
heute vor 80 Jahren. Gezeigt wird aber auch der Mut einer
Familie, mit deren Hilfe eine Steeler Jüdin gerettet wurde.

Auswahl der Texte:
Ingrid Niemann, Ludger Hülskemper-Niemann

Szenische Darstellung: Literaturkurs 13 der Frida-Levy-
Gesamtschule Essen unter der Leitung von Birger Altenbeck

Eine Veranstaltung im Rahmen des 14.internationalen Literaturfestivals Literatürk

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